Gewalt in der S-Bahn – Haftbefehl gegen einen 26-Jährigen

11.01.2019 – 12:30

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Potsdam / Berlin-Steglitz/Zehlendorf (ots) - In der Nacht zu Mittwoch schlugen und traten zwei Männer einen 69-Jährigen in einer S-Bahn der Linie S7 krankenhausreif. Die Bundespolizei nahm kurz darauf einen 26-jährigen Mann fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Tiergarten Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Beschuldigten, der sich nunmehr in Untersuchungshaft befindet.

Kurz nach Mitternacht bemerkte eine Zeugin beim Ausstieg aus einer S-Bahn der Linie S7 am Bahnhof Griebnitzsee eine stark blutende Person im Zug und informierte die Polizei. Beim Halt am Potsdamer Hauptbahnhof entdeckten Bundespolizisten den verletzten und blutüberströmten 69-Jährigen auf einer Sitzbank im S-Bahnzug. Der schwerverletzte Mann gab gegenüber den Beamten an, von zwei unbekannten Männern zusammengeschlagen worden zu sein. Eine Zeugin gab an, dass die Tat möglicherweise zwischen den S-Bahnhöfen Grunewald und Wannsee geschah. Rettungskräfte brachten den Verletzten, der multiple Frakturen am Kopf aufwies, zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.

Im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen gelang es den Einsatzkräften, kurze Zeit später einen 26-jährigen Tatverdächtigen in einer S-Bahn am Bahnhof Griebnitzsee festzunehmen. Der Mann aus Litauen hatte starke Blutanhaftungen an Kleidung sowie Schuhen und war an einer Hand verletzt.

Die Bundespolizei ermittelt nunmehr im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den tatverdächtigen 26-Jährigen und den bislang unbekannten Mittäter. Der Bereitschaftsstaatsanwalt beantragte gestern einen Untersuchungshaftbefehl, der antragsgemäß erlassen wurde.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Tat oder der Identität des zweiten unbekannt gebliebenen Angreifers machen können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030 / 2977790 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800 / 6 888 000) genutzt werden.

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